Am Samstag, den 25. April, stellte unsere Schulbegleiterin Ese Lehmann ihr Buch zum Thema Schulbegleitung von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung vor. In ihrer Veröffentlichung greift sie ein Thema auf, das im Schulalltag oft zu wenig Beachtung findet: das Fehlen einer einheitlichen und fundierten Ausbildung von Schulbegleiterinnen und Schulbegleitern.
Aus ihrer eigenen langjährigen Erfahrung weiß sie, wie herausfordernd diese Aufgabe ist – und wie wichtig eine fachgerechte Betreuung für die betroffenen Schülerinnen und Schüler wäre. Häufig fehlen klare Standards, gezielte Vorbereitung und ausreichende Unterstützung, obwohl Schulbegleiter eine zentrale Rolle im inklusiven Unterricht einnehmen.
Ein besonderer Schwerpunkt ihres Buches liegt auf einem von ihr entwickelten Feedbacksystem. Dieses setzt bewusst auf die Stärkung positiven Verhaltens: Durch gezieltes Lob und wertschätzende Rückmeldungen werden die Kinder und Jugendlichen motiviert und in ihrer Entwicklung unterstützt. Ziel ist es, nicht Defizite in den Mittelpunkt zu stellen, sondern Fortschritte sichtbar zu machen und Selbstvertrauen aufzubauen.

Ergänzt wird das Buch durch zwei begleitende Journale: eines für Grundschulkinder ab 6 Jahren und eines für Jugendliche ab 12 Jahren. In diesen Arbeitsheften formulieren die Schülerinnen und Schüler eigene, individuelle Ziele für ihr Verhalten, reflektieren regelmäßig ihre Fortschritte und arbeiten mit einem motivierenden Belohnungssystem. So werden sie aktiv in ihre Entwicklung einbezogen und lernen, Verantwortung für ihr eigenes Verhalten zu übernehmen.
Teil der Veranstaltung war zudem eine kleine Podiumsdiskussion. Neben Ese Lehmann beteiligten sich daran eine weitere Schulbegleiterin, unsere Schulsozialarbeiterin Frau Daskalova, Frau Goetting als Lehrerin und eine Ärztin.

Gemeinsam betonten sie die dringende Notwendigkeit einer fundierten Ausbildung für Schulbegleiter. Nur so könne eine qualitativ hochwertige Unterstützung gewährleistet werden, die Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung in ihrer Entwicklung stärkt und ihnen echte Teilhabe am schulischen Leben ermöglicht.





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