Geschenke von Herzen

Geschenke sollten von Herzen kommen. Und in unserer heutigen doch unruhigen und manchmal auch beschwerten Zeit sind es kleine Aufmerksamkeiten, die Freude und leuchtende Kinderaugen erzeugen können.

Besonders berührt hat in diesem Jahr die Aktion„Wunschbaum“ an der Maria–Probst-Realschule. Kinder aus allen Klassen konnten Wünsche, die ihnen am Herzen lagen, in einen Briefkasten mit einem Wunschbaum werfen. Diese Wünsche wurden von anderen SchülerInnen abgeholt und erfüllt.

Manchmal wünschte sich ein Kind etwas für sich selbst, ob nun ein neues Federmäppchen oder einen neuen Fußball, manchmal war es aber auch ein Wunsch, um seinen Eltern eine Freude zu machen.

Wir möchten allen Schenkenden von ganzem dafür danken und ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest wünschen.

Auch die Weihnachtspäckchen-Aktion für bedürftige Kinder und Jugendliche des Sozialbürgerhauses hat an unserer Schule Tradition und viele Eltern, Schülerinnen und Schüler beteiligen sich daran. Ein Dankeschön an all jene, die daran teilgenommen haben.

Video

Gedichte ganz winterlich

Der Winter kam in diesem Jahr recht früh und so bot es sich geradezu an, der frostigen Kälte etwas Poesie entgegen zu setzen.

Die Klasse 6c sammelte erst ihre TOP 30 schöner winterlicher Wörter zu einer Wortwolke.

Anschließend wurden bekannte Gedichte wie „Der Winter“ von Peter Hacks oder „Schnee“ von Frank Bubenheim für den Vortrag geübt. Das letztere stand bei den SchülerInnen hoch im Kurs.

Wer Lust hatte, konnte auch ein eigenes Gedicht schreiben.
In Partnerarbeit entstanden dann kleine Videos zu den bekannten oder eigenen Gedichten.

Marie und Teodora

Melina, Ruben und Selina

Luise, Omed und Kristian

Gabrijel und Elias

Dzejna, Josipa und Issa

Rocco und Joel

Emily

Laura

Spenden für die Zeltschule

Laufen für einen guten Zweck – das ist das Motto des jährlich stattfindenden Spendenlaufs unserer Schule. Mit dieser Aktion sind wir nicht allein. Viele Schulen und andere Einrichtungen sammeln mit Hilfe von Mitarbeitern oder in unserem Fall SchülerInnen und LehrerInnen Geld für einen guten Zweck. Dazu sucht sich jeder Läufer im Vorfeld Sponsoren für seine gelaufenen Runden und spendet dann diese Einnahmen für eine wohltätige Organisation.

Seit zwei Jahren unterstützen wir als Städtische Maria-Probst-Realschule die Initiative des Vereins ZELTSCHULE e.V. https://www.zeltschule.org/

Der Verein ist vorwiegend im syrisch-libanesischem Grenzgebiet tätig. Er baut Schulen, in denen die Kinder mithilfe von syrischen Lehrern unterrichtet werden, die ebenfalls auf der Flucht sind und in den Camps leben.

Dort werden die Kinder in fünf Fächern unterrichtet: Arabisch, Mathematik, Englisch, Naturwissenschaften und Musik. Neben der Bewältigung der Fluchterlebnisse ist auch das Leben des Alltags, zu dem der Schulbesuch zählt, wichtig. Die Kinder sollen so auch auf eine Rückkehr in ihre Heimat vorbereitet werden.

Dabei hilft unsere Spende. Vom Lauf im Sommer 2021 konnte Herr Koller einen Betrag von 2610 € an die ZELTSCHULE e.V. übergeben. 39 Kinder können so mit unserer Unterstützung ein Jahr lang die Schule besuchen. Das ist ein großartiges Ergebnis und bietet auf diese Weise einen tatkräftigen Beitrag für die Kinder und dieses Projekt.

Vorlesewettbewerb in den 6. Klassen

Am 08. Dezember 2021 war es soweit. Die SiegerInnen der Klassenentscheide traten im Rahmen des 63. Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gegeneinander an, um die beste/den besten VorleserIn der Maria-Probst-Realschule zu ermitteln.

Für die Klasse 6a gingen Ari Wolter mit „Der Zombiezahnarzt“ und Morton Ritter mit „Allein in der Wildnis“ an den Start. Die Klasse 6b schickte Sebastian Gabert mit „Mit Jeans in die Steinzeit“ und Lea Talic mit „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ ins Rennen. Leonie Schächinger las aus „Siri und die Eismeerpiraten“ und Gabrijel Filipovic aus „Die Kurzhosengang & Das Totem von Okkerville“ für die Klasse 6c vor.

Das Besondere in diesem Jahr bestand in der Online-Übertragung der Lesung aus der Aula in die Klassenzimmer, da sich nicht zu viele Schüler in der Aula aufhalten durften. Für die VorleserInnen war das ganz schön aufregend.


Zuerst hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit aus ihren vorher vorbereiteten Büchern vorzulesen. Dann mussten sie aus einem ihnen unbekannten Buch, in dem Fall aus „Evie und die Macht der Tiere“ von Matt Haig lesen.

Die Jury, bestehend aus Frau Kindig, Herrn Koller und Ben Rudhani, unserem Schülersprecher, machte es sich nicht leicht. Doch am Ende wurde Lea Talic aus der Klasse 6b zur besten Vorleserin gekürt und freute sich sehr über ihren Sieg. Sie wird unsere Schule in der nächsten Runde für die Region München Süd vertreten.

Die Plätze 2 und 3 belegten Garbijel Filipovic (Klasse 6c) und Ari Wolter (Klasse 6c).



Ein herzliches Dankeschön geht an Frau Kindig für die Moderation und Organisation, Frau Matzeder und Herrn Schuster für die Bereitstellung der Technik für die Live-Übertragung und den Elternbeirat für die Büchergutscheine, die die Preisträger erhielten.

Unsere Weihnachtskarten passen zu jedem Geschenk

Sie suchen noch eine individuelle, 100% selbstgemachte Weihnachtsgrußkarte?
Wir haben die Lösung!                                                                                                                                                            

Einige Schülerinnen und Schüler des Lernhauses „ORANGE“ (6. Jahrgangsstufe) bastelten in
Vorbereitung auf den geplanten Weihnachtsbasar eifrig und mit viel Freude Weihnachtsgrußkarten.
Da der Weihnachtsbasar nun situationsbedingt abgesagt werden musste, möchten wir Ihnen die gebastelten Kunstwerke nun auf diesem Weg zugänglich machen. Jede Karte kann für 2€ erworben werden. Das so eingenommene Geld wird aufgeteilt. Ein Teil fließt in die Klassenkassen der fleißigen Bastler der 6. Jahrgangsstufe, der andere Teil wird gespendet.
Bei Interesse geben Sie ihrem Kind bitte am 15.12. bzw. 16.12. entsprechend viel Geld mit. Wir werden den Verkauf der Karten an diesen Tagen in der Schule organisieren.

Wir freuen uns auf reichlich Beteiligung.

Sicherer im Netz unterwegs

In diesem Schuljahr fand das Projekt „Netzgänger“, das SchülerInnen in ihrer Medienkompetenz stärken soll, in den 5. und 6. Klassen am 25./26. und 29./30. November 2021 statt.

Wieder haben die Schülerinnen und Schüler aus den 10. Klassen für Kleingruppen verschiedene Workshops in Rollenspielen, Übungen und kleinen Tutorials angeboten, worauf die 5. und 6. Klässler mit ihren eigenen Erfahrungen reagieren konnten.

Angebotene Workshops:

1. Virtuelle Spielewelten SPIELEN MACHT SPAß ! ABER WO SIND DIE GRENZEN?

2. Soziale Netzwerke WIE KOMMUNIZIERE ICH SICHER UND MIT FREUDE MIT ANDEREN?

3. Cybermobbing WAS KANN ICH BEI MOBBING IM NETZ TUN?

4. Smart im Netz WIE SCHÜTZE ICH MEINE DATEN?

Einiges haben die Kinder auf jeden Fall dazu gelernt.
Hier die notierten Eindrücke

Joel: Es war cool und ich habe daraus gelernt, nicht alle cookies anzunehmen und mich nicht bei Glücksspielen anzumelden. Kristian, Dion und ich haben auch ein cooles Spiel entwickelt.

Laura: Mir war bewusst, dass cyber-Mobbing nicht toll ist. Aber das es so heftige Folgen haben kann, wusste ich nicht. Ich versuche ab jetzt im Internet mehr aufzupassen.

Leonie: Die Netzgänger-Projekt waren sehr interessant. Wir haben gute Ratschläge bekommen, wie man sich im Internet schützen kann.

Gabrijel: Das Projekt war geil. Wir durften sogar ein eigenes Spiel entwickeln.

Luise: Die 10.Klässler waren sehr nett und höflich. Sie haben uns viel beigebracht. Es hat sehr viel Spaß gemacht, mit ihnen zusammen zu arbeiten.

Die Peers aus den 10. Klassen waren:

10a Paul, Jannik, Zahed, Teoman, Jones und Denise

10b Arlinda

10c Elena, Charlotte, Sara, Carla, Kianaz, Melina

10d Samantha

Die gute Ausbildung der 10. Klässler fand durch die Unterstützung von condrobs e.V. mithilfe von Frau Daskalova statt. Frau Urban und Herrn Sorg unterstützten die Schülerinnen und Schüler in der Durchführung des Projekts.


Statusmitteilung

Gib AIDS keine Chance!

Am 24. November 2021 machten sich alle Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen auf den Weg zum Campus der LMU München. Dort besuchten sie gemeinsam mit Frau Bonny, Herrn Vietz, Herrn Neß, Frau Rüttgers und Herrn Königsbauer einen Vortrag zu den Risiken der HIV-Infektion und anderer Geschlechtskrankheiten.

Sehr anschaulich und eindringlich ging Dr. Stefan Zippel, Leiter der Psychosozialen Beratungsstelle an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, auf dieses brisante Thema der Prävention und des Risikoverhaltens beim Geschlechtsverkehr ein.

Dass die AIDS-Prävention an den Schulen auch nach fast 30 Jahren der Entdeckung des Krankheitsbildes AIDS, und dessen Erregers, des HI-Virus, notwendig ist, wird durch die tägliche Anzahl an Opfern verdeutlicht. Weltweit sind 37,7 Millionen Menschen (statista 2020) mit HIV infiziert oder bereits an AIDS erkrankt. In Deutschland sinkt seit längerem das Gefahren-Bewusstsein.

Nach wie vor ist die Krankheit AIDS nicht heilbar. Eine gezielte Aufklärung bleibt deshalb das wirksamste und wichtigste Instrument bei der Bekämpfung des HI-Virus. Denn wer gut aufgeklärt ist, kann sich schützen.

Audio

Online-Lesung der preisgekrönten Jugendbuchautorin Tamara Bach in der Klasse 6c

Im Rahmen der 62. Münchner Bücherschau, die alljährlich im Gasteig stattfindet, wollte die Klasse 6c an der Lesung der Kinder-und Jugendbuchautorin Tamara Bach teilnehmen. Leider konnte die Veranstaltung dann am 24. November 2021 nur online stattfinden. Sie stellte ihr 1. Kinderbuch mit dem eigenartigen Titel „Das Pferd ist ein Hund“ vor.

Zuerst wurde die Autorin, die in Berlin lebt und mit dem zahlreichen Jugendbüchern wie „Marsmädchen“, „Vierzehn“, „Wörter mit L.“ oder „Was vom Sommer übrig bleibt“ bekannt geworden ist, vorgestellt. Sie hat gleich für ihr 1. Buch („Marsmädchen“) den Jugendliteraturpreis und in diesem Jahr den James-Krüss-Preis für ihr Werk erhalten.

Überrascht wurden die Schülerinnen und Schüler der 6c, als die Moderatorin in der ersten Fragerunde mit einer von uns eingereichten Frage begann: Wie kam Ihnen die Idee zu dem Buch?

Tamara Bach (sinngemäß): Ich hatte im letzten Jahr einen Hund adoptiert. Leider mochte der Hund keine Kinder und ich musste ihn wieder zurückgeben, weil in meinem Haus viele Kinder wohnen. Sie hatten sich schon darauf gefreut, mit dem Hund zu spielen und mit ihm Gassi gehen zu dürfen. Doch leider bekamen sie ihn nie zu sehen. Aber so war die Idee für eine Geschichte von einem unsichtbaren Hund geboren.

Anschließend las sie das erste Kapitel des Buches „Das Pferd ist ein Hund“ vor, in dem es um die Geschwister Luze und Klara geht. Luze, eine Grundschülerin, ist sehr allein, weil ihr Freund weggezogen ist und sie nun kaum noch redet. Als es KÄLTEFREI (schulfrei wegen eisiger Kälte) gibt, bildet sie sich einen Hund ein, den sie „das Pferd“ nennt. Ihre Schwester tut so, als würde sie ihr glauben.

Aurelien
Josipa
Hanna

Dann gab es eine 2. Runde, in der die Autorin Fragen der Schülerinnen und Schüler auch anderer Schulen beantwortete. Zum Abschluss präsentierte die Schriftstellerin das 2. Kapitel, in dem Klara vorgestellt wird. Sie ist 12 Jahre alt und in Vincent, einen zwei Jahre älteren Jungen verliebt, dem sie ständig folgt und dem sie Witze erzählt, die er nicht lustig findet. (PS: In diesem Buch gibt es deshalb sehr, sehr viele Witze.)

Marie
Kristian
Leonie
Melina

Wie es weiter geht und ob Luze einen richtigen Hund bekommt und ob Klara und Vincent zusammenkommen, haben wir nicht erfahren. Dazu müsste man natürlich das Buch lesen.

„Mein Urgroßvater war Häftling im KZ“

In der Stunde der Nachbesprechung des Besuches der KZ-Gedenkstätte Dachau gab es in der Klasse 10a einen für die Schülerinnen und Schüler sowie für mich sehr besonderen Moment.

Maximilian Schmidt hatte zur Geschichtsstunde Erinnerungsstücke seines Urgroßvaters Willibald Schmidt dabei. Willibald Schmidt, geboren am 09. April 1908 in München, war Mitglied der KPD und wurde 1935 erstmals im KZ Dachau inhaftiert.
Nach und nach betrachteten wir gemeinsam diese Dokumente und Erinnerungsstücke, die Maximilian von seiner Oma, der Tochter von Willi Schmidt erhalten hatte.
Der erste Blick fiel auf die Häftlingshose mit dem roten Winkel für politische Gefangene mit der Nummer 5971. Dann kam die Entlassungsurkunde vom 22.Oktober 1937 zum Vorschein. Wir sprachen darüber, dass Häftlinge bei der Entlassung aus einem Konzentrationslager unterschreiben mussten, über die Zeit ihrer Inhaftierung zu schweigen, da ansonsten die erneute Verhaftung drohte.

Die Häftlingshose mit dem roten Winkel für politische Gefangene und der Häftlingsnummer

Ein persönlicher Brief von Willi Schmidt an seinen Bruder Hans Schmidt in München Großhadern zeigte, dass nach der Entlassung 1937 eine erneute Inhaftierung ins KZ-Buchenwald für den Urgroßvater von Maxi erfolgte.

Entlassungsurkunde aus dem KZ Dachau 22.Oktober 1937

Der Brief war vom 11.Februar 1945, zwei Monate vor der Befreiung des Lagers durch die Sowjetarmee. Ich las den Brief mit Einwilligung von Maxi vor. Sein Urgroßvater ahnte wohl, dass der Krieg nicht mehr lange dauern würde und hoffte nach 11 Jahren KZ-Haft seine Familie wiedersehen zu können. Sein Wunsch ging in Erfüllung. Er erlebte nach dem Krieg das Aufwachsen seiner Tochter, Maxis Großmutter.

Doch ein Zeitungsartikel aus dem Jahre 1960 zeigte, dass Willi Schmidt sehr krank aus seiner KZ-Haftzeit nach Hause kam. Tbc, eine Lungenerkrankung, die damals nur schwer geheilt werden konnte, führte zum frühen Tod von Willibald Schmidt im Jahre 1960. Der Zeitungsartikel zeigte das bittere Schicksal vieler europäischer Familien in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts auf. Maximilians Urgroßvater hatte vier Brüder. Sein Vater starb im Ersten Weltkrieg, ein Bruder starb in der Zeit der Weltwirtschaftskrise 1929, zwei Brüder im Zweiten Weltkrieg und sein Bruder Otto mit 46 Jahren ebenso wie er an den gesundheitlichen Folgen der KZ-Haft.

Der Zeitungsartikel über Tod von Willi Schmidt und dessen Familiengeschichte

Zum Gedenken an die schlimme Zeit der Haft nahm Willi Schmidt gemeinsam mit ehemaligen Häftlingen des KZ-Buchenwald an Weihnachten in den 50er Jahren mit dem britischen Radiosender, der BBC, eine Sendung in Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus auf. Eine Abschrift des Manuskripts der Radiosendung war das letzte Originaldokument in dieser Mappe.

Ich danke Maximilian und seiner Oma ganz herzlich für das Vertrauen, dass wir diese Dokumente in den Händen halten durften.

Gegen das Vergessen! In Erinnerung an eine schlimme Zeit. NIE WIEDER!