Baugeschichte des Schulgebäudes

Hans GrässelDas Gebäude unserer Realschule wurde 1905 bis 1907 vom Architekten Hans Grässel in nur zwei Jahren Bauzeit errichtet.

Hans Grässel wurde am 8. August 1860 geboren und starb am 11. März 1939 in München. Er war ein deutscher Architekt und Baubeamter in München, zudem galt er als bedeutender Friedhofs- und Schularchitekt.

Das Schulgebäude besteht aus zwei getrennt errichteten Flügeln, die durch einen Mitteltrakt verbunden sind.

Die Kosten des ganzen Schulgebäudes betrugen beim Originalaufbau 835.000 Mark.

 

Das Gebäude gibt es seit 1907, doch bereits am 8. Januar 1906 wurde der erste Teilbau eröffnet. Am 4. Dezember 1907 wurde auch der andere höhere Ostflügel mit dem Schulturm in Betrieb genommen.

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Das Bautagebuch des Gebäudes hebt die besonderen Techniken und architektonischen Neuerungen hervor, wie z.B. die schallgedämmten Decken, die Klassenzimmer mit moderner Frischluftzufuhr und die Gasbeleuchtung in allen Räumen.

Zerstörungen

Der 1. Weltkrieg jedoch brachte ziemlich große Unruhen in den reibungslosen Schulalltag, denn die Schüler der benachbarten Schule, welche als Lazarett verwendet wurde, mussten in der Maria-Probst untergebracht werden. Nachdem 1. Weltkrieg normalisierte sich der Schulalltag jedoch wieder.

Der 2. Weltkrieg verursachte erheblich mehr Schäden. Durch einen Luftangriff am 07.09.1943 schlugen 20 Brandbomben in den Speicher des Ostflügels ein. Weitere Fliegerangriffe im Juli 1944 zerstörten die Turmspitze und den südlichen Teil des 4. Stockwerks, der samt Dach den Flammen zum Opfer fiel. Aber aufgrund der äußerst soliden und robusten Bauweise der gesamten Schulanlage kam es jedoch kaum zu größeren Mauerschäden.

Trotz der schweren Brandschäden konnte der Unterricht nach 5 Monaten wieder aufgenommen werden. Im folgenden Winter (1945/46) wurde es bitterkalt und man musste stundenlang in ungeheizten Zimmern sitzen. Ein halbes Jahr später wurden Öfen geliefert. Ab diesem Zeitpunkt war eine Hausaufgabe der Schüler und der Lehrkräfte Holz und Kohle in die Schule mitzubringen, um die Öfen jeden Morgen vor Unterrichtsbeginn zu heizen.

Renovierung

Im Jahre 1994 wurde der gesamte Schulkomplex einer ca. 40 Millionen DM teuren, aber auch sehr gründlichen Generalsanierung unterzogen.

In dieser Zeit war der Unterricht oft unangenehm, weil die Schüler häufig durch die lauten Bohr- und Schlaggeräusche gestört wurden. Doch das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

Die Treppenaufgänge erstrahlten in neuen Farben, Fenster und Türstöcke wurden originalgetreu nachgebaut und eine neue Aula mit Bühne, Scheinwerferanlagen und Mischpult entstand.

Zudem wurde am 28. Juni 2000 die 18 Tonnen schwere Jugendstilhaube mit einen Spezialkran auf den Turm gehoben.

Die heutige Maria-Probst-Realschule, wie wir sie kennen, wurde 1967 gegründet.

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